Freitag, 2. Dezember 2005

Dicke Eier - Weihnachtsfeier! 1. Akt

Advent das ist die stille Zeit,
die Tage schnell verrinnen.
Das Fest der Liebe ist nicht weit,
fangt an euch zu besinnen!
Denn denk nicht nur an's eigene Glück,
du solltest danach streben,
und anderen Menschen auch ein Stück
von deiner Liebe geben.


Der Arbeitgeber zu Beginn des dritten Jahrtausends pflegte Arbeitsrückstände, die sich während der ersten drei Quartale des Jahres angesammelt hatten, mit Hilfe von Aushilfskräften zum Jahresende aufzuarbeiten. Da diese möglichst preiswert sein sollten, handelte es sich vornehmlich um weibliche Aushilfskräfte, die ja immer noch in dem Ruf stehen, für ein paar Cent weniger gleiche Arbeit abzuliefern. Die Einstellungskriterien seinerzeit: 1. Gehaltsvorstellung 2. Qualifikation 3. Aussehen! Wo ich meinen Einfluß bei der Personalauswahl geltend machen konnte, wurde das 3. Kriterium deutlich aufgewertet. So kam es, daß sich in jedem vierten Quartal die Belegschaft um einige Gesichter erweiterte. Nach Silvester waren diese Gesichter dann wieder verschwunden, schließlich galt es ab Jahresbeginn neue Arbeitsrückstände für das vierte Quartal zu bilden!

Zum sozialen Höhepunkt eines jeden vierten Quartals wurde so die obligatorische Weihnachtsfeier, für die weiblichen Aushilfen zugleich die Ein- und Ausstandsparty. In jenem Jahr hatte mein Votum bei der Auswahl der Dienerinnen leider keine Rolle gespielt, weshalb den Vorzug erhielt, wer sich auf dem Entgeltsektor am flexibelsten zeigte. Nicht das sie alle häßlich gewesen wären, aber in´s Beuteschema passte nun auch wieder keine! Entsprechend gering waren die Erwartungen der attraktiveren männlichen Belegschaft an die betriebliche Weihnachtsfeier.

Frisch getrennt von der jungen Dame, mit der ich noch vor Jahresfrist ins neue Millenium gerutscht war, ging es frohen Mutes in die Adventszeit. Gespannte Vorfreude auf das, was die Zukunft in amourösen Dingen für mich bereithalten würde. Die Weihnachtsfeier spielte dabei aus den oben genannten Gründen eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Auf der Agenda stand eher gepflegtes Besaufen mit den Kollegen, ablästern über die Chefetage, das übliche halt! Da nicht am Arbeitsort beheimatet und mit einer tiefen Abneigung gegen öffentliche Verkehrsmittel ausgestattet, hatte ich für die auf die Feier folgende Übernachtung das Büro eingeplant. Ein geräumiges abschließbares Einzelbüro, die Weihnachtsfeier an einem Freitagabend, dem Ausnüchtern im Schlafsack unter dem Schreibtisch sollte nichts im Wege stehen.

Der damalige Arbeitgeber – dies ist für den Fortgang der Geschichte von Belang – teilte sich das Bürogebäude mit der Dependance eines deutschen Weltkonzerns. Der Weltkonzern sorgte auch für die Gebäudesicherheit und entsandte sporadisch Wachleute zu nächtlichen Wachgängen. Der damalige Arbeitgeber wiederum trug seinem übertriebenen Sicherheitsbedürfnis Rechnung, indem er die Eingangstüren der von ihm genutzten Flure mit einer elektronischen Eingangskontrolle abriegelte, zu öffnen nur mit einer speziellen Magnetkarte. Das Bürogebäude, in dem der damalige Arbeitgeber und der Weltkonzern ihren Geschäften nachgingen, war von seinem Architekten mit einem großzügigen verglasten Eingangsbereich aus gestattet worden. Aus Kostengründen hatte man dabei auf verspiegeltes Glas verzichtet, auf das von der belebten Straße jedes Detail im Foyer sichtbar sei.

Unter den Aushilfskräften, die bereits zu Neujahr wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen sollten, befand sich auch eine Dame mittleren Alters, die in jungen Jahren gewiß eine Schönheit war. Nennen wir sie im folgenden AK 47, da es ihren Initialen und ihrem Lebensalter recht nahe kommt. Damals wie heute war und ist es meine Überzeugung, daß eine solche Dame einem der Pubertät entkommenen Jüngling kurzzeitig gut zu Gesicht steht, um gewisse Erfahrungen in körperlichen Dingen weiterzugeben. Der erfahrene Mitdreißiger sollte sich hingegen anderen Jahrgängen zuwenden.

Fortsetzung folgt...

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